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Corel Ventura: Workshops

14.9.2000 Diese Seite drucken  Diese Seite per E-Mail empfehlen

Harmonische Teilung
Der Weg zum optimalen Grundraster

Zwar gibt es genügend Beispiele für gelungene individuelle Layouts, jedoch soll hier einmal die klassische harmonische Aufteilung des Blattes erläutert werden und wie Sie dies elegant im Ventura umsetzen können.

Doch als erstes ein wenig Theorie, die Sie mit CorelDraw ausprobieren und nachbauen sollten, um den Vorgang später besser nachvollziehen zu können.
Für ein klassisches Basislayout sollte man die Ränder eines Blattes harmonisch aufteilen und zwar im Verhältnis 1:2:3:4. Dazu zieht man diagonal über die Doppelseite zwei Diagonale (schwarze Linien) und jeweils eine über eine einzelne Seite (rote Linien).
Um nun die harmonischen Ränder zu finden, legen Sie als erstes einen Rand fest, welcher ist Ihnen überlassen. Benötigen Sie für eine außergewöhnliche Seitennummerierung viel Raum fangen Sie mit dem unteren Rand an.

In diesem Beispiel fangen wir einfach oben an und definieren den oberen Rand mit Hilfe eines Rechteckes, das den gewünschten Abstand vom Papierrand hat. Im Bild sehen Sie zwei Beispiele, ein helles und ein dunkles Rechteck, jeweils mit anderen Rändern. Wir beobachten hier nun das hellere Rechteck.
Ist der obere Rand definiert, stauchen Sie das Rechteck mit dem mittleren linken Anfasser so, dass das Rechteck die Diagonale im Punkt 1 schneidet. Fertig ist der linke Rand.
Stauchen Sie nun das Rechteck mit dem mittleren rechten Anfasser so, dass es die rote Diagonale im Punkt 2 schneidet. Fertig ist der innere Rand.
Schließlich stauchen Sie das Rechteck mit dem mittleren unteren Anfasser so, dass es die rote Diagonale im Punkt 3 schneidet. Fertig ist der untere Rand.

Sie sehen, Sie können also auch ganz woanders anfangen. Sie können aber auch ganz andere Seitenformate benutzen, unsere Konstruktion ist jedoch die selbe, nur entsprechend verzerrt.

Einstellen von harmonischen Rändern im Ventura

Es gäbe viele Möglichkeiten, diese Linienkonstruktion in den Ventura zu bekommen (z.B. CorelDraw-Datei importieren). Nachfolgend soll ein Weg ohne CorelDraw beschrieben werden, der sehr schnell ist und die Zeichenwerkzeuge vom Ventura ausnutzt.

Anfängern unter Ihnen soll noch folgender Tip mitgeteilt werden:
In Schulungen ist immer wieder zu beobachten, dass Anwender, um Zahlen in Dialogfeldern zu ändern, die ursprünglichen Zahlen mit der Maus markieren, die Entf-Taste drücken, dann die neuen Zahlen eingeben und mit der Maus die nächsten Zahlen markieren, usw. Machen Sie es diesmal richtig: Wenn ein Eingabefeld schon blau markiert ist, können Sie direkt die neuen Zahlen eingeben (ohne Entf-Taste!). Danach betätigen Sie die Tab-Taste und springen dadurch in das nächste Feld, das somit auch schon markiert ist. Im Ventura werden viele Dialogfelder schon mit markiertem ersten Feld geöffnet, das fördert effizientes Arbeiten ungemein!

Nun aber zur Linienkonstruktion.
Grafische Objekte können im Ventura leider nicht über Doppelseiten gehen. Dies ist aber in unserem Fall nicht problematisch. Wir konstruieren einfach nur die linke Hälfte des Liniengebildes und spiegeln später die Seiteneinstellungen komfortabel im Ventura.
Die nachfolgende Anleitung gilt für beliebige Seitenformate!

  1. Wechseln Sie als erstes in die Seitenstil-Ansicht
  2. Zeichen Sie ein Polygon "kleineren" Ausmaßes auf der linken Seite
  3. Wählen Sie bei den Grafikeigenschaften (rechten Maustaste auf das Polygon) unter Polygon 3 Ecken und klicken auf Zuweisen
  4. Klicken Sie nun noch mal auf das Polygon (nun ein Dreieck) und drehen Sie es mit gedrückter Strg-Taste um 90°, so dass die Spitze nach rechts zeigt
  5. Tragen Sie unter Details Ihre Seitenbreite und -höhe (A4=210 x 297) und für x- und y-Ursprung jeweils 0 ein und klicken unter Füllung auf das X für "keine Füllung". Dann klicken Sie auf Zuweisen.
  6. Zeichnen Sie nun eine beliebige diagonale Linie "kleineren" Ausmaßes von unten links nach oben rechts.
  7. Tragen Sie wieder unter Details Ihre Seitenbreite und -höhe und für x- und y-Ursprung jeweils 0 ein und wählen unter Umriß die Farbe Rot. Schließlich klicken Sie auf Ok.

Fertig ist unsere halbe Linienkonstruktion.

Nun stellen wir die inneren Ränder in einer harmonischen Teilung ein. Dies geschieht aber nicht über die numerischen Eingaben der Seiteneinstellung, sondern intuitiv über die Spaltenhilfslinien, die Sie über Ansicht-Spaltenhilfslinien gegebenenfalls noch sichtbar machen müssen.

Klicken Sie auf die graue Fläche außerhalb der Seite, um dadurch den Seitenrahmen zu markieren.
Wie oben beschrieben, soll als erstes der obere Rand nach Belieben gewählt werden.

Fassen Sie einfach die graue Hilfslinie an und verschieben Sie sie beliebig.
Achtung: Können Sie die grauen Hilfslinien oben und unten nicht verschieben, blenden Sie die Kopf- und Fußzeilen aus. Deren Rahmen ist dann nämlich im Weg.

Um nun den linken Rand zu erhalten verschieben Sie die linke Hilfslinie bis zum Schneidepunkt mit der schwarzen Diagonale. Den rechten Rand verschieben Sie bis zur roten Diagonalen. Ebenso den unteren bis zur roten Diagonalen.
Sie können intuitiv auch weitere Randeinstellungen testen, Sie werden sehen, wie einfach das ist.
Haben Sie alles wie gewünscht eingestellt, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die graue Fläche außerhalb der Seite und wählen "Eigenschaften auf gegenüberliegende Seite spiegeln".

Diese Randeinstellungen gelten auch für mehrspaltige Layouts, somit können Sie dann auch beliebige Spalten definieren.


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