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Corel Photopaint: Workshops

13.1.2004 Diese Seite drucken  Diese Seite per E-Mail empfehlen

Arbeiten mit Linsen

Workshop zum Kennenlernen der etwas anderen Objekte

Die Linsen in Photopaint sind dann hervorragend zu nutzen, wenn die endgültige Position von Objekten und ihren Effekten noch nicht feststeht. Lernen Sie hier, wie Sie mit Linsen arbeiten, um dieses Wissen in Ihre tägliche Arbeit miteinfließen zu lassen.

Als Basis für diesen Workshop benutzen wir ein Foto, dass auf der Corel Graphics Suite 11 CD beiliegt. Es ist ein JPEG2000-Bild und befindet sich im Ordner „Landscap“ und heißt „199005.jp2“. Dies soll nun mit dem Schriftzug Winter versehen werden, an dem wir einige Effekte testen werden.

 

 

Zuerst benötigen wir den Text. Wählen Sie eine sehr breite, fette Schrift, damit genug Fläche für die Effekte vorhanden ist. Hier wurde die Schrift HandleGothic BT in 170 pt verwendet. Es wird automatisch ein Objekt mit dem Namen Winter erstellt

 

Als nächstes soll der Schriftzug einen dreidimensionalen Effekt erhalten. Wir verwenden dazu den Abschrägungseffekt, der allerdings eine Maske benötigt. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste in der Objekt-Palette auf das Objekt „Winter“ und wählen Sie „Maske aus Objekt erstellen“ und wählen Sie im Menü Effekte - 3D-Effekte - Abschrägungseffekt. Hier gibt es eine Fülle von Einstellmöglichkeiten, der Einfachkeit halber nehmen wir die Voreinstellung „Breit Füllmuster 2“, nehmen aber als Füllmuster das links daneben (siehe Bild).

 

 

Damit der Schriftzug nun durchsichtig wird, wählen Sie in der Objekt-Palette die Überlagerung „Bildschirm“.

 

 

Der Schriftzug sieht nun schon sehr gläsern aus, jedoch würde echtes Glas das Licht brechen, einfärben oder zumindest unscharf machen. Und genau dies simulieren wir nun.

 

Erstellen Sie dazu wieder, wie eben beschrieben eine Maske aus dem Schriftzug und klicken in der Objekt-Palette auf „Neue Linse“ und wählen im erscheinenden Dialogfeld „Punkt“. Setzen Sie die Schieberegler auf einen niedrigen Wert, z.B. 6 und klicken auf OK.

 

 

Die Linse, die nun die gleiche Form wie der Schriftzug hat, verändert wie gewünscht alle Pixel darunter mit dem Effekt.

Gruppieren Sie nun diese beiden Objekte und verschieben Sie sie auf dem Bild, um dies zu beobachten.

 

Heben Sie die Gruppierung nun wieder auf.

Sehr gut gelöst ist in Photopaint die nachträgliche Veränderung der Linsen: Dazu würden Sie einfach auf das kleine Linsensymbol des Objektes doppelklicken und die Änderung vornehmen.

 

 

Dies machen wir uns gleich zu Nutzen, weil wir eine zweite Linse benötigen: Duplizieren Sie die erste Linse durch anklicken und Strg&D und doppelklicken Sie auf das Linsensysmbol der neuen Linse. Es erscheint wieder das Dialogfeld für den Punkt-Effekt. Klicken Sie nun oben rechts auf den kleinen Pfeil und wählen Sie Farbbalance. Ziehen Sie den oberen Farbkanal ein weinig nach Cyan, Sie sehen, wie die Linse den Schriftzug einfärbt. Beenden Sie mit Ok und in der Objektpalette wurde automatisch die Punkt-Linse in die Farbbalance-Linse umbenannt.

Sie können nun nachträglich belibig die Linsen verändern und die Objekte (immer alle!) verschieben, ohne dauerhaft das Bild darunter zu zerstören.

 

Wir tauschen nun den Punkt-Effekt der einen Linse in einen Unschärfe-Effekt um:

Wie eben beschrieben doppelklicken Sie auf das Linsensysmbol der Punkt-Linse. Es erscheint wieder das Dialogfeld für den Punkt-Effekt. Klicken Sie nun oben rechts auf den kleinen Pfeil und wählen Sie Weichzeichnen. Schieben Sie den Weichzeichnen-Schieberegler auf 100% und klicken Sie Ok.

Oftmals sind selbst die 100% nicht unscharf genug, aber auch das ist kein Problem: Verwenden Sie einfach mehrere dieser Linsen übereinander: Klicken Sie in der Objektpalette auf die Weichzeichnen-Linse und drücken mehrmals Strg&D.

Es werden nun vier, fünf, sechs Linsen hinzugefügt und der Schriftzug entsprechend immer unschärfer.

 

Sie haben nun das Grundwissen, um mit unzähligen Linseneffekten zu arbeiten. Durch unterschiedliche Stapelung der Linsen können zudem einige Effekte andere Resultate bringen.

 

Kommen wir nun noch zum Finish und vollenden das Bild.

Als erstes soll ein Schatten unter unser Glas-Gebilde. Da man Linsen keine Schatten zuweisen kann, müssen wir das Schriftobjekt nehmen. Da dieses jedoch transparent ist und der Schatten somit auch diesen Effekt erhalten würde, müssen wir erst das Textobjekt verdoppeln (Strg&D) und die Transparenz dieser Kopie oben in der Objekt-Palette wieder auf Normal zurücksetzen.

Ist dies geschehen, weisen Sie dem Objekt mit dem Hilfsmittel Schatten einen Schatten zu. Achten Sie eif einen geringen Verlauf und eine niedrige Tranzparenz, die Sie entweder numerisch oben in der Leiste oder mit den weißen Pfeilen direkt im Bild verändern können.

 

 

Da wir für unsere transparenten Objekte nur den Schatten benötigen, trennen wir diesen vom Objekt, indem wir mit der rechten Maustaste auf das Schattenobjekt klicken und „Hinterlegter Schatten - Schatten teilen“ wählen. Wir haben nun zwei Objekte, wobei wir das obere, das Textobjekt, löschen. Den Schatten schieben wir nun in der Objekt-Palette unter unsere Linsen.

Da ja alle Objekte durchsichtig sind, sieht das mit dem Schatten zunächst sehr unschön aus. Wir müssen ihn also si beschneiden, das er nicht unter den Linsen erscheint.

Positionieren Sie dafür den Schatten so, daß er etwas unten rechts bei den Objekten hervorragt (dies geht auch gut mit den Pfeiltasten).

 

 

Nun muß alles weggeschnitten werden, was von den Linsen abgedeckt wird.

Markieren Sie eine der Linsen und erstellen Sie aus ihr eine Maske. Invertieren Sie die Maske über das Menü Maske.

Markieren Sie nun wieder auf den Schatten und wählen Sie „Objekt - Auf Maske zuschneiden“.

Wenn Sie nun alle Linsen und Objekte markieren und gruppieren, können Sie den gesammten Schriftzug auf dem Bild verschieben und die komplexen Transparenzeffekte werden berechnet.

Zum Schluß können Sie noch dem Bildhintergrund über „Effekte - Kreativ - Wetter" einige Schneeflocken zuweisen.

 

Viel Spaß beim weiteren Experimentieren mit Photopaint 11.

 

 


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