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Corel Photopaint

21.11.2003 Diese Seite drucken  Diese Seite per E-Mail empfehlen

Photopaint 11 optimieren

Machen Sie Photopaint 11 zu Ihrem Lieblingsprogramm

Wer sich einmal in Photopaint 11 eingearbeitet hat, greift nur noch selten zu einer anderen Bildbearbeitung. Begeisterung, wie schnell plötzlich die tägliche professionelle Bildbearbeitung von der Hand geht, kommt aber erst auf, wenn man die Arbeitsfläche gründlich überarbeitet.

Was sich der Oberflächen-Gestalter, neudeutsch „Interface-Designer“, bei der 11erVersion von Corel gedacht hat, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Fakt ist, dass viele Anwender über die schlechte Lesbarkeit und die teilweise hahnebüchene Verteilung der Befehle in den Menüs und den Befehlsleisten klagen. Besonders hart hat es Photopaint 11 getroffen, wichtige Bedienelemnte sind in der Grundeinstellung nach der Instalation unauffindbar oder sogar ganz verschwunden.

Doch Photopaint 11 bleibt weiterhin ein professionelles Werkzeug in der Bildbearbeitung, das den Giganten Photoshop nicht nur in punkto Schnelligkeit und Speichermanagement sondern auch in der effizienten Bedienung mit Leichtigkeit überholt, wenn man einige Icons in den Leisten hier und da verschiebt. Denn es gibt unzählige versteckte Befehle, von denen Sie noch nichts ahnen!

Sicherlich sind die nachfolgenden Anpassungen teilweise subjektiv und viele Grafiker werden eine andere Verteilung bevorzugen. Auch kann dieser Artikel als Anstoß dienen, Photopaint 11 mal zu überarbeiten und danach mit dem bisherigen Bildbearbeitungsprogramm zu vergleichen, Sie werden verblüfft sein, versprochen!

Noch ein paar Anmerkungen zu Adobes Photoshop: Das Programm gilt in der Bildbearbeitung als das Standardwerkzeug und ist bei vielen Agenturen über jeden Zweifel erhaben. Wenn man sich jedoch ausschließlich mit Photoshop beschäftigt, übersieht man völlig, das andere Programme nicht nur aufgeholt, sondern längst auch überholt haben. Photopaint 11 ist in unzähligen Punkten absolut identisch und in vielen weit besser als Photoshop. Unter anderem glänzt Photopaint 11 vor allem bei dem Arbeiten mit Objekten (=Ebenen), Masken und Linsen. Wer also verstärkt in der professionellen Bildmontage zu hause ist und zudem noch einige spezielle Befehle für die Objekte in seine Befehlsleisten setzt (siehe Punkt 4), wird schnell von Photopaint begeistert sein.

So fügen Sie Befehle den Leisten hinzu

  1. Wählen Sie "Extras - Anpassung" und doppelklicken Sie im Dialogfenster auf "Anpassung"
  2. Klicken Sie auf "Befehle"
  3. Im rechten Teil des Fensters sehen Sie oben ein Pulldownmenü mit dem Wort "Datei". Darin können Sie, geordnet nach den Menübefehlen, alle Photopaint-Befehle finden. Das beste: Neben den Befehlen, die sie aus den Menüs und den Symbolleisten kennen, gibt es hier noch unzählige, die bisher nirgends auftauchen. Eine wahre Fundgrube für alle Pixel-Profis. So richtig was für einen verregneten Sonntag ist die dortige Auswahl "Alle Elemnte anzeigen" ...
    Im nachfolgenden Artikel werden die Befehle, nach denen Sie darin suchen müssen fett ausgeschrieben, so dass Sie diese in der alphabetischen Liste schnell finden werden. Mit dem kleinen Fernglaß daneben können Sie auch geziehlt nach Befehlen suchen.
  4. Selbstverständlich können Sie jedem Befehl auch Tastaturbefehle und neue Bilder zuweisen.
  5. Ziehen Sie einen gewünschten Befehl nun einfach mit der Maus in einer beliebige Leiste - fertig.
  6. Tipp: Auch ohne das Dialogfenster "Anpassung" können Sie Menübefehle verschieben. Halten Sie einfach die Alt-Taste gedrückt, klicken Sie auf ein Icon oder einen Menübefhel und ziehen Sie diesen an eine neue Position.

So legen Sie eine eigene Leiste an

  1. Wählen Sie "Extras - Anpassung" und doppelklicken Sie im Dialogfenster auf "Anpassung"
  2. Klicken Sie auf "Befehlsleisten" und auf "Neu"
  3. Auf dem Bildschirm erscheint eine noch leere Leiste, in die Sie wie oben beschrieben, Befehle ablegen oder verschieben können.

Eine klei ne, hoffentlich sinnvolle Auswahl wollen wir nachfolgend einmal vorstellen und dabei aber auch kurz auf die bestehenden Befehle erwähnen.

 

1. Die Standard-Leiste

Sie ist von Anfang an schon ziemlich gelungen. Wie alle Programme fängt sie mit "Neue Datei" an. Danach sollte jedoch ein viel wichtigerer Befehl kommen: "Neu aus Zwischenablage". Wie oft kommt es vor, dass Sie ein Objekt in die Zwischenablage kopieren, um daraus eine neue Datei zu machen? Wie oft kopieren Sie aus anderen Programmen oder machen Screenshots? Was in Photoshop drei, vier Klicks benötigt, ist hier direkt erledigt. Die ideale Ergänzung zum Befehl "Einfügen", sechs Positionen weiter. Auch die Befehle "Importieren" und "Exportieren" sind ideal angebracht und schnell erreichbar. Zum Schluß noch die Befehle für die Anzeige: "Maskierungsrahmen", "Objektrahmen", sowie "Markierung löschen" und "Markierung umkehren" sind notwendig.

2. Die erste eigene Leiste

Jetzt kommt alles, was man sonst oft braucht und nicht in den Menüs suchen möchte:
Farbverwaltung, Bild neu aufbauen und Seitengröße werden auch oft benötigt. Genauso wie das konvertieren von einem Farbmodus in den anderen. Also fügen wir noch hinzu: Schwarzweiß (1 Bit), Graustufen, RGB und CMYK. Dahinter wurde noch die Kontrastverbesserung gelegt, das Universal-Tool für die optimale Helligkeits- und Gamma-Einstellung.

Nun sollen auch Bilder gedreht werden: Entweder fügen Sie das Flyout-Menü Wenden hinzu, es beinhaltet Horizontal und Vertikal wenden oder Sie benutzen diese beiden Befehle einzeln, ohne Flyout. 90° linksläufig und 90° rechtsläufig, sowie 180° sind auch schön, wenn sie direkt zugänglich sind.

Die Scheere für Ausschneiden ist eher für Tastaturmuffel (Strg & X), dagegen ist das Flyout Beschneiden ein echter Bringer: Es beinhaltet "Auf Maske beschneiden", "Randfarbe beschneiden", "Erweitern" und "Beschneiden und Überlagern".

Nun zwei Befehle, die eigentlich in die Leiste des Andockfensters 3 unten gehören: Objekt aus Auswahl kopieren und Maske aus Objekt(en) erstellen. Beide absolut unverzichtbar, wenn man effizient Bildmontage betreiben möchte.

Ganz klar: Die Gaußsche Unschärfe und sein Gegenspieler, die Unscharfmaske, sind unverzichtbar in der Bildbearbeitung.

Und zum Schluß noch was ganz spezielles: Kanal auf Maske heißt es und erstellt eine Maskierung aus einem Alphakanal, hingehören würde er eigentlich ins Andockfenster "Kanäle", denn das genaue Gegenstück finden wir dort unten als "Auf aktuellen Kanal speichern", was eine Maskierung auf einem markierten Alphakanal kopiert. Leider können Andockfenster nicht mit weiteren Befehlen versehen werden, darum müssen wir zu dieser Lösung greifen.

3. Das unzureichende Objekte-Andockfenster

Wer mit vielen Objekten (Ebenen) arbeitet, benötigt auch blitzschnellen Zugriff auf notwendige Befehle. Hier einen kurzen Überblick über die vorhandenen Befehle, so dass Sie besser erkennen können, was fehlt:

  • "Objekttransparenz sperren", bei dem Sie nicht über das Ende eines Objektes malen können
  • "Objekt aus Hintergrund" erstellen
  • Markierte "Objekte miteinander kombinieren"
  • "Neue Linse" einfügen
  • Leeres "neue Objekt" einfügen
  • "Objekt löschen"

Hier finden wir schon einige Befehle, die beispielsweise in Photoshop versteckter liegen oder gar nicht zu finden sind: Markierte Objekte miteinander zu kombinieren bedeutet in Photoshop beispielsweise eine aufwändige Prozedur, indem erst bestimmte Ebenen "sichtbar" und andere danach "unsichtbar" g emacht werden müssen, denn dort ist nur der Befehl "Sichtbare Ebenen auf eine reduzieren" vorhanden.

4. Eine neue Leiste puscht das Objekte-Andockfenster

Um den Abstand zu Photoshop beim Arbeiten mit Ebenen noch weiter zu vergrößern benötigen wir aber noch weitere unverzichtbare Befehle:

Falls das Andockfenster minimiert oder weggeblendet ist, kann der Befehl Neues Objekt auch in der Leiste hilfreich sein. Auch Alle Objekte mit Hintergrund kombinieren sollte eigentlich unten im Andockfenster (3) wie bei den früheren Versionen stehen, ist jedoch von dort entfernt worden. Also setzen wir ihn in unsere neue Leiste. Um nur bestimmte Objekte auf den Hintergrund zu reduzieren, setzen wir daneben gleich noch Objekte mit Hintergrund kombinieren.

Aber auch das Arbeiten mit Masken und Kanälen können wir beschleunigen: Als Kanal speichern macht aus einer Maske schnell einen Alphakanal. Daneben kommt Maske aus Objekt und das Gegenstück mit dem sperrigen Namen Objekt: Auswahl kopieren, womit wir schnell aus einer Maske ein Objekt anlegen können. Dabei bleiben die Pixel in der Ursprungsebene erhalten, sollen sie dagegen ausgeschnitten werden, brauchen wir noch den Befehl Objekt: Auswahl ausschneiden. Noch eine Dublette aus dem Andockfenster kann auch hier nicht schaden: Aus Hintergrund macht aus dem festen Hintergrund ein bewegliches Objekt. Interessant ist auch der Befehl mit dem nichtsagenden Namen Aus Objekttransparenz: Damit Erstellen Sie eine Zuschneidemaske (ähnlich einem Alphakanal), die sich nur auf das jeweilige Objekt bezieht. Mit einer Zuschneidemaske können Sie die Transparenz eines Objekts ändern, ohne das Objekt dadurch permanent zu ändern.

Die Befehle für spiegeln und drehen von Objekten können auch nicht schaden: Das Flyout Wenden faßt das Spiegeln und das Flyout Drehen faßt mehrere Drehrichtungen kompakt zusammen.

Zum Schluß noch der Befehl, der das Objekt-Andockfenster selbst einblendet oder ausblendet, damit man nicht lange im Menü suchen muß.

Mit diesen Maßnahmen sind wir nun gut gerüstet, schnell mit unzähligen Objekten zu hantieren, Masken zu erstellen und daraus wieder neue Objekte anzulegen.

5 und 6: Aus Flyouts eigene Leisten erstellen

Viele Befehle in der Standard-Hilfsmittelpalette besitzen Flyouts, in denen sich weitere Befehle befinden. Einige benötigt man eventuell so oft, dass man sie gut als eigene Leiste direkt zugänglich hat: Um zum Beispiel das Flyout für Pinsel, Sprühdose und Co. herauszutrennen, klicken Sie ca. eine halbe Sekunde auf das Pinselwerkzeug, das Flyout ist nun sichtbar. Fassen Sie es nun an der linken Kannte an und ziehen Sie es an eine beleibige Stelle, fertig.

Nun haben wir auch einen guten Platz für das wichtige Hilfsmittel Klonen (=Stempel bei Photoshop), dass völlig unglücklich unter dem Befehl für "Rote Augen entfernen" versteckt wurde. Wer auch das benötigt kann das Hilfsmittel Rote Augen entfernen auch noch in diese Leiste setzen und das original Flyout aus der Hilfsmittelpalette ganz entfernen.

Schließlich trenne Sie auch noch die "Masken-Symbolleiste" ab, denn auch diese Werkzeug benötigt man virl zu oft, als dass Sie unter einem Flayout versteckt sind.

Resümee

Man kann geteilter Meinung sein, ob das Ergebnis nun ein überladenes Programm mit verwirrend vielen Befehlsleisten ist oder ein effizientes, schnell zu bedienendes Werkzeug. Wie dem auch sei, Sie können nun selber Photopaint Ihren Bedürfnissen anpassen und tüchtig aufräumen oder mächtig hinzufügen. Schließlich können Sie alles noch als Ihren Arbeitsbereich abspeichern, was besonders bei Arbeitsplätzen sinnvoll ist, die von mehreren Mitarbeitern genutzt werden.

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