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Technik

20.11.2003 Diese Seite drucken  Diese Seite per E-Mail empfehlen

Layouts mit Schmuckfarben

Altes muß nicht schlecht sein

Viele Prospekte und Flyer werden mit Schwarz plus einer Schmuckfarbe (HKS oder Pantone) gedruckt. Neben der sachlich richtigen Arbeitsweise, nämlich eben genau mit der jeweiligen HKS- bzw. Pantone-Farbe zu arbeiten, hat sich jedoch bei den Profis seit vielen Jahren eine andere Vorgehensweise gehalten.

Sie stammt noch aus einer Zeit, als die Programme keine Schmuckfarben unterstützten: Statt der jeweiligen Schmuckfarbe wird entweder Cyan oder Magenta genommen (oder beides, wenn drei Farben benötigt werden). Bei einem eher blauen Farbton nimmt man Cyan, bei eher roten Magenta.

Sie arbeiten am Monitor dann zwar mit extremen Fehlfarben, jedoch technisch sind Sie auf der sicheren Seite:

  • Die Rasterwinkel stimmen automatisch
  • EPS- und PDF-Dateien sind problemloser, falls die Farbnamen in den einzelnen Programmen nicht identisch sind.
  • Auch die Farbmischung ist einfacher: Wenn die Schmuckfarbe z.B. mit 30 % schwarz abgedunkelt werden soll, wird die Farbe: Cyan = 100% und Schwarz =30% angelegt. Befehle, wie Schwarz überdrucken usw. sind nicht notwendig.

Auch die Bildbearbeitung mit Bitmaps kann dadurch einfacher gehandhabt werden: Sie bleiben, wie im Layoutprogramm auch, einfach im cmyk-Farbraum und können sehr einfach Bilder tonen, in dem Sie die einzelnen Farbkanäle bearbeiten. Der Import in das Layoutprogramm erfolgt ohne Kopfzerbrechen („Wie bekomme ich ein Farbbild in ein Pantone-Layout?“).

Für den Druck (Postscriptdatei) wählen Sie einfach in den Druckoptionen für die Farbauszüge Cyan und Schwarz aus - fertig. Falls Sie eine cmyk-PDF erstellen und keine einzelnen Farben auswählen konnten, sagen Sie einfach Ihrem Belichtungsstudio, dass nur Cyan und Schwarz benötigt werden. Der Druckerei, die ja eh Ihren Druckauftrag vorliegen hat, teilen Sie sicherheitshalber auch noch mit, dass der Cyan-Film laut Ihrem Auftrag z.B. mit HKS 42 gedruckt werden soll.

Selbstverständlich gelingt diese Arbeitsweise auch, wenn Sie zwei oder mehr Schmuckfarben benötigen, denn "Schwarz" muß ja nicht auch schwarz gedruckt werden, sonder kann durchaus auch Silber sein.

Farbenspiele

Wenn Sie mit einer grünen Schmuckfarbe arbeiten und auch ungefähr die Wirkung sehen wollen, arbeiten Sie einfach mit Grün (also 100% Cyan und 100% Gelb), teilen aber allen Beteiligten mit, dass der Gelb-Film ignoriert werden soll. Das Selbe gilt für eine Rote Schmuckfarbe (100% Magenta und 100 % Gelb).
Aus diesem Beispiel resultiert, dass Sie eigentlich beliebig die Farben anmischen können, sofern der „Schmuckfarben-Film“ der Deckung einer Farbe im Layout (z.B. Cyan oder Magenta) entspricht:
Sie wollen mit HKS 44 (nicht ganz stahlblau) drucken und arbeiten dafür mit 100% Cyan und 30% Magenta. Ein 50%-HKS 44 verhält sich also genau so wie Ihr 50% Cyan und 15% Magenta, daher sind auch Farbverläufe kein Problem.

 

Vorsicht: Gelb!

Gelb ist mit etwas Vorsicht als „Schmuckfarben-Kanal“ zu verwenden, da die Standardeinstellung für den gelben Rasterwinkel nur eine Differenz von 15° zu Cyan und Magenta hat. Dadurch kann es unter Umständen zu Moirés-Mustern kommen, wenn zwei Schmuckfarben aufeinander treffen.

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