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Corel Ventura

12.10.2002 Diese Seite drucken  Diese Seite per E-Mail empfehlen

So bekommen Sie den manuellen Umbruch in den Griff

Von weichen Trennern und harten Returns

Viele kennen das Nachfolgende, viele noch nicht. So soll also näher auf die Steuerung des Umbruchs eingegangen werden.

Doch zuerst die drei »Lorem-Hauptregeln«, die für alle Text- und DTP-Programme gelten:

1. Gestalten Sie niemals mit der Eingabe-Taste, denn es dürfen niemals mehr als zwei Absatzzeichen hintereinander stehen!
2. Gestalten Sie niemals mit der Leertaste
, denn es dürfen niemals zwei Leerzeichen nebeneinander stehen!
3. Vor und nach einer Überschrift darf niemals eine Leerzeile stehen!

 

Beherzigen Sie diese Regeln unbedingt!


Absatz- und Zeilenwechsel

Der Absatzwechseln wird mit der Eingabetaste (Return) eingefügt. Am Ende der letzten Zeile befindet sich das ¶-Zeichen. Jeder Absatz kann eine eigene Formatierung haben, also z.B. zentriert oder Linksbündig und eigene Abstände. Wollen Sie aus optischen Gründen den Abstand eines Absatzes vergrößern, tun Sie dies NICHT mit mehreren Absätzen hintereinander (Regel 1). Verschieben Siech die Absätze durch späteres Bearbeiten des Textes, erhalten Sie unter Umständen ungewollte Leerzeilen am Seitenanfang. Auch Stil-Bearbeitungen und Nummerierungen können zu ungewollten Ergebnissen führen.

 

Falsches Beispiel 1:

Est vetus atque probus, centum qui perficit annos. Quid, qui deperiitnihis perfectos uno mense vel? Iste quidem veteres inter ponetur honeste, qui vel mense brevi vel toto est iunior anno.¶


Utor permisso, caudaeque nisi pilos ut equinae paulatim vello et virtutem, demo etiam unum, dum cadat elusus ratione ruentis acervi, qui redit in fastos et virtutem aestimat.¶

Richtiges Beispiel 2:

Est vetus atque probus, centum qui perficit annos. Quid, qui deperiitnihis perfectos uno mense vel? Iste quidem veteres inter ponetur honeste, qui vel mense brevi vel toto est iunior anno.¶


Dieser Absatz hat einen Abstand oberhalb von zwei Zeilen. Utor permisso, caudaeque nisi pilos ut equinae paulatim vello et virtutem, demo etiam unum, dum cadat elusus ratione ruentis acervi, qui redit in fastos et virtutem aestimat.¶

Richtiges Beispiel 3:

Est vetus atque probus, centum qui perficit annos. Quid, qui deperiitnihis perfectos uno mense vel? Iste quidem veteres inter ponetur honeste, qui vel mense brevi vel toto est iunior anno.¶

Utor permisso, caudaeque nisi pilos ut equinae paulatim vel lo et virtutem, demo etiam unum, dum cadat elusus ratione ruentis acervi, qui redit in fastos et virtutem aestimat.¶

Das ist erlaubt (sind auch nur zwei hintereinander), da der leere Absatz ein inhaltlicher ist, kein gestalterischer. Es wird gemacht, wenn z.B. ein neuer Gedanke beschrieben wird. Falsches Beispiel 4:

Est vetus atque probus, centum qui perficit annos. Quid, qui deperiitnihis perfectos uno mense vel? Iste quidem veteres inter ponetur honeste, qui vel mense brevi vel toto est iunior anno.¶

Überschrift

Utor permisso, caudaeque nisi pilos ut equinae paulatim vello et virtutem, demo etiam unum, dum cadat elusus ratione ruentis acervi, qui redit in fastos et virtutem aestimat.¶

Dies ist der häufigste Fehler, der weitere nach sich zieht:

  1. Mit dieser Formatierung können Sie nicht die Umbruch-Funktion "Verbinden mit nächsten Absatz" realisieren, damit die Überschrift nicht alleine am Ende einer Seite/Spalte steht.
  2. Die Überschrift kann mal in der ersten, mal in der zweiten Zeile einer Seite beginnen, was nicht einheitlich ist.
  3. Die letzte Zeile eines Absatzes kann nicht durch den vertikalen Blocksatz bis zum Ende der Seite geführt werden (da ja dann noch die Leerzeile da ist)

Richtiges Beispiel 5:

Est vetus atque probus, centum qui perficit annos. Quid, qui deperiitnihis perfectos uno mense vel? Iste quidem veteres inter ponetur honeste, qui vel mense brevi vel toto est iunior anno.¶

Überschrift mit Abständen oben und unten

Utor permisso, caudaeque nisi pilos ut equinae paulatim vello et virtutem, demo etiam unum, dum cadat elusus ratione ruentis acervi, qui redit in fastos et virtutem aestimat.¶


Der Zeilenwechsel wird mit Umschalt+Eingabetaste (Shift&Return) eingefügt. Dadurch handelt es sich programmtechnisch um einen Absatz, optisch jedoch um zwei. Am Ende der Zeile befindet sich das <-Zeichen. Die Ausrichtung z.B. gilt somit für den ganzen Absatz (optisch mehrere Absätze).

Est vetus atque probus, centum qui perficit annos. Quid, qui deperiitnihis perfectos uno mense vel? Iste quidem veteres inter ponetur honeste, qui vel mense brevi vel toto est iunior anno.<-
Utor permisso, caudaeque nisi pilos ut equinae paulatim vello et virtutem, demo etiam unum, dum cadat elusus ratione ruentis acervi, qui redit in fastos et virtutem aestimat.¶

Wird der Absatzumbruch nicht zugelassen, wird dieser Absatz auch nicht am Zeilenwechsel getrennt.


Trennungen steuern

Ventura fügt bei der automatischen Trennung laut seinem Lexikon Trennzeichen ein. Sie können aber auch an von Ihnen gewünschten Stellen einen bedingten Trennstrich (auch als "weicher Trenner" bezeichnet) einfügen. Dieser bleibt solange unsichtbar, bis das Wort an dieser Stelle getrennt werden könnte.

Die Tastenkombination ist Strg+Umschalt+H.

In der Texteditor-Ansicht, sieht man bei eingeschalteten Steuerelementen das Zeichen <->, das den "weichen Trenner" darstellt.

Fügen Sie also NIEMALS mehrere Leerzeichen vor das Wort ein, um es auf die andere Zeile "zu schieben".

Fall 1: Ein Wort soll nicht getrennt werden

Lösung: Sie setzen VOR das Wort einen bedingten Trennstrich.

Vorher:

Ventura fügt bei der automatischen Trennung laut sei-
nem Lexikon Trennzeichen ein. Ventura fügt bei der
automatischen Trennung laut seinem Lexikon Trennzei-
chen ein.

Texteditoransicht, nachdem weiche Trenner eingefügt wurden:

Ventura fügt bei der automatischen Trennung laut <->seinem Lexikon
Trennzeichen ein. Ventura fügt bei der automatischen Trennung laut
seinem Lexikon
<->Trennzeichen ein.

Nachher:

Ventura fügt bei der automatischen Trennung laut
seinem Lexikon Trennzeichen ein. Ventura fügt bei der
automatischen Trennung laut seinem Lexikon
Trennzeichen ein.

Fall 2: Ein Wort soll an einer bestimmten Stelle getrennt werden

Lösung: Sie setzen VOR das Wort einen bedingten Trennstrich und schalten damit die automatische Trennung aus und setzen an der von Ihnen gewählten Stelle einen bedingten Trennstrich ein, den Ventura benutzen soll.

Vorher:

Ventura fügt bei der automatischen Trennung laut sein-
em Lexikon Trennzeichen ein. Ventura fügt bei der
automatischen Trennung laut seinem Lexikon Trennzei-
chen ein.

Texteditoransicht, nachdem weiche Trenner eingefügt wurden:

Ventura fügt bei der automatischen Trennung laut seinem Lexikon
Trennzeichen ein. Ventura fügt bei der automatischen Trennung laut
seinem Lexikon
<->Trenn<->zeichen ein.

Nachher:

Ventura fügt bei der automatischen Trennung laut sein-
em Lexikon Trennzeichen ein. Ventura fügt bei der
automatischen Trennung laut seinem Lexikon Trenn-
zeichen ein.

Fall 3: Zwei Worte sollen nicht von einander getrennt werden

Anstelle des Leerzeichens wird mit Strg und Leertaste ein geschütztes Leerzeichen () eingefügt. Die zwei Worte verhalten sich dann wie ein Wort.

Vorher:

Ventura fügt bei der automatischen Trennung laut sei-
nem Lexikon Trennzeichen ein. Dann fügt Corel
Ventura bei der automatischen Trennung laut seinem
Lexikon Trennzeichen ein.

Texteditoransicht, nachdem weiche Trenner eingefügt wurden:

Ventura fügt bei der automatischen Trennung laut seinem Lexikon
Trennzeichen ein. Dann fügt Corel
Ventura bei der automatischen
Trennung laut seinem Lexikon Trennzeichen ein.

Nachher:

Ventura fügt bei der automatischen Trennung laut sei-
nem Lexikon Trennzeichen ein. Dann fügt
Corel Ventura bei der automatischen Trennung laut
seinem Lexikon Trennzeichen ein.

Beachten Sie, dass Sie gegebenenfalls auch Kombinationen der drei Fälle anwenden müssen, um den gewünschten Trenneffekt zu erhalten.

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